Grundsätzlich gibt es zwei Verfahren für die Herstellung von runderneuerten Reifen die sich bewährt haben: Heiß- und Kaltrunderneuerung.
Bei der Heißrunderneuerung wird auf die abgeraute Karkasse unvulkanisiertes Laufflächenmaterial (Rohgummi) samt den Seitenstreifen in einem Guss aufgebracht. Mit hoch entwickelten Maschinenkombinationen ist der Vorgang heutzutage möglich. Bei diesem Prozess ist im Regelfall die Temperatur im Innenraum zur Schonung der Karkasse mit 125 Grad Celsius niedriger. Die Vulkanisation der Rohlaufmischung ist die Temperatur höher und beträgt ca. 160 Grad Celsius.
Bei der Kalterneuerung wird in der Regel die Reifenlauffläche durch einen vorbereiteten, vulkanisierten Laufstreifen erneuert. Eine Vorbehandlung des Reifens ist notwendig. Diese erfolgt z.B. durch eine konturgerechte Rauung nach Schablone. In einem Autoklaven wird dann bei einer Temperatur von 100 – 120 Grad Celsius der Bindeprozess vollzogen.
Egal ob Heiß- oder Kaltrunderneuerung – es ist fast zu 100% möglich, verborgene Defekte oder Separationen durch sorgsame Eingangskontrollen auszuschließen. Das versetzt uns in die Lage Ihre LKW-Reifen bis zu zweimal zu erneuern. In einigen Fällen sogar bis zu dreimal. Die Zweit- und Dritterneuerungen werden in der Regel bei Baustellenfahrzeugen oder abseits der Straße eingesetzt.